Sanierung

Viele Schäden im Abwassersystem lassen sich ohne eine meist aufwendige Freilegung der Rohre von innen heraus reparieren.

Je nach Schadensbild kommen folgende DIBT (deutsches Institut für Bautechnik) zugelassene Verfahren zum Einsatz:

Kurz- und Langlinerverfahren

Dieses Verfahren dient zur Reparatur einzelner Schadstellen wie Wurzeleinwuchs, Riss- und Scherbenbildung, Lageabweichungen und Undichtigkeiten. Beim Kurzlinerverfahren wird eine Glasfasermatte aus Advantex®-ECR-Glas mit 2-oder- 3-Komponenten Harz getränkt. Anschließend wird die getränkte Matte mittels einem Blähpacker und Luftschiebestangen an die Schadstelle geschoben. Durch Aufblasen des Packers mittels Druckluft wird die Glasfasermatte an die Rohrwandung gepresst und härtet dort aus. Das Harz dringt in Rohrmuffen, Risse und Scherben ein. Es entsteht eine formschlüssige Verbindung und Verklebung mit dem Altrohr.

Wurzeleinwuchs - vor Kurzlinerreparatur
Vor der Sanierung

Wurzeleinwuchs - nach Kurzlinerreparatur
Nach der Sanierung

Schlauchliningverfahren

Dieses Verfahren dient zur Sanierung kompletter Haltungen von Schacht zu Schacht oder Gebäude bis Straßenkanal in einem Stück. Hierdurch lassen sich mehrere Schadstellen auf einmal sanieren. Beim Schlauchliningverfahren wird ein Polyesterfaserschlauch mit Epoxidharz getränkt und mittels Druckluft oder Wasserschwerkraft in die zu sanierende Leitung eingestülpt (inversiert). Durch die Inversion gelangt die harzgetränkte Innenseite des Schlauches nach Außen und wird mit Druck an die Rohrinnenwand gepresst. Nach der thermischen Aushärtung des Schlauchliners werden eventuell verschlossene Einläufe mittels Fräsrobotertechnik aufgebohrt und freigefräst. Das Ergebnis ist ein neues, durchgängiges „Rohr im Rohr“.

korrodiertes Betonrohr, fehlende Rohrwandung vor Schlauchlinersanierung
Vor der Sanierung

korrodiertes Betonrohr, fehlende Rohrwandung nach Schlauchlinersanierung
Nach der Sanierung

Baustelleneinrichtung
Baustelleneinrichtung